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Gift für Haustiere
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Gefahr für Waldi und Co. in Haus und Garten
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"Was dem Herrchen bekömmlich ist, kann dem Tier nicht
schaden" - ein Irrtum, wie mancher Tierhalter erkennen muss. In der
Wohnung und im Garten lauern viele Gefahren, die selbst Tierärzten nicht
immer geläufig sind. ZDF.umwelt nennt die wichtigsten.
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Carmen Peter
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Zahlreiche Haustiere sterben Jahr für Jahr an
Vergiftungen. Sie schlucken arglos Medikamente, Rattengift oder Insektizide.
Rund ein Viertel der Todesfälle geht aber auf Pflanzen zurück, an denen sie
herumgekaut haben und die wir als harmlos einschätzen. Sie enthalten aber
Stoffe, die für Tiere unter Umständen tödliche Nebenwirkungen haben. Einige
beliebte Zimmerpflanzen gehören dazu, aber auch im Garten wächst so manches,
was dem tierischen Hausgenossen gefährlich werden kann.
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Vorsicht bei Zimmerpflanzen!
Giftig für Haustiere sind unter anderem
folgende Gewächse:
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Pflanze
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Wissenschaftlicher Name
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Giftigkeit
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Baumfreund/Baumlieb
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Philodendron
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giftig +
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Schweigstock, Schweigrohr, Giftaron
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Dieffenbachia
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sehr stark giftig +++
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Feigenbaumarten wie Benjamini, Gummibaum
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Ficus
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giftig +
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Fensterblatt
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Monstera deliciosa
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giftig +
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Weihnachtsstern
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Euphorbia Pulcherrima
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schwach giftig (+), selten stark giftig
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Vorsicht
bei Zierpflanzen!
Auch im Garten ist das Haustier vor Gift nicht
gefeit. Gefährlich für Tiere sind unter anderem:
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Pflanze
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Wissenschaftlicher Name
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Giftigkeit
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Alpenveilchen
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Cyclamen persicum
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giftig +
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Bittersüßer Nachtschatten
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Solanum dolcam
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stark giftig ++
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Eibe
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Taxus baccata
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stark giftig ++
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Fingerhut
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Digitalis purpurea
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sehr stark giftig +++
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Goldgelbe Alpenrose/Sibirische AlpenroseAzalee
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Rhododendron
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schwach giftig (+) bis stark giftig ++
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Holunder
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Sambucus nigra
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schwach giftig (+)
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Immergrüner Buchsbaum
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Buxus sempervirens
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stark giftig ++
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Lilien
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Amaryllis belladonna
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stark giftig ++
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Maiglöcken
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Convallaria majalis
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sehr stark giftig +++
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Oleander
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Nerium oleander
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sehr stark giftig +++
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Osterglocke
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Narcissus pseudonarcissus
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giftig +
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Rizinus
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Ricinus communis
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sehr stark giftig +++
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Schwarzer Nachtschatten
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Solanum nigrum
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stark giftig ++
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Trompetenbaum
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Datura suaveolens
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sehr stark giftig +++
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Wandelröschen
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Lantana camara
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giftig +
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Vergiftungsanzeichen und Gegenmaßnahmen
Die Symptome sind unterschiedlich. Oft leiden
die Tiere unter Erbrechen und Durchfall. Es können aber auch die typischen
Schocksymptome auftreten: Kreislaufprobleme, Lähmungen und Ahnliches. Ob ein
Tier nach dem Kauen giftiger Pflanzen in Gefahr ist, hängt auch von der Menge
ab, die es gefressen hat. Ein großes und schweres Tier kann größere Mengen
"vertragen" als ein kleines, leichtes. So schadet der Biss in ein
Weihnachtsstern-Blatt einer Katze nicht, mehrere Blätter allerdings können
gefährlich werden.
Handelt es sich um eine leichte Vergiftung, kurieren sich die Tiere selbst .
Bei einem schweren Fall müssen sie sofort zum Tierarzt gehen. Er kann zwar
nur in den wenigsten Fällen ein Gegengift verabreichen (zum Beispiel bei
Rizinus- und Oleander-Vergiftung), er wird aber die Symptome behandeln. Sie
sollten in jedem Fall ein Stück der gefressenen Pflanze mitnehmen.
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Vergiftung durch Lebensmittel
Nicht nur Pflanzen, auch Nahrungsmittel, die
für den Menschen unproblematisch sind, können für Haustiere zur Todesfalle
werden. Beispiel Zwiebel: Die Schwefelverbindungen in der Zwiebel
zerstören die roten Blutkörperchen der Tiere. Eine mittelgroße Zwiebel kann
für einen fünf Kilogramm schweren Hund tödlich sein. Beispiel Avocado:
Warum die Frucht für Tiere giftig ist, weiß man nicht. Giftig ist nicht nur
das Fruchtfleisch sondern auch der Kern.
Beispiel Kakao: Das darin enthaltene Theobromin führt zu Herzversagen.
Die tödliche Dosis liegt bei 100 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.
Doppelt so viel ist schon in einer Tafel Vollmilchschokolade enthalten. Ein
Pekinese könnte daran zugrunde gehen.
Beispiel Schweinefleisch: Roh kann es gefährlich werden. Es enthält
oft das Aujetzki-Virus, ein für den Menschen unproblematisches Herpesvirus,
das für Hunde (und auch Frettchen) tödlich und für viele andere Tiere
gefährlich ist. Deshalb sollte das Fleisch vor der Verfütterung erhitzt
werden.
Beispiel Milch: Katzen werden oft damit gefüttert. Bekömmlich ist sie
für die Tiere aber nicht. Erbrechen und Durchfall sind häufig die Folge.
Füllen Sie deshalb Wasser in den Trinknapf.
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Weitere Informationen
Giftpflanzendatenbank für die
Veterinärmedizin vom Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der
Universität Zürich. Die Giftpflanzendatenbank ist ab Januar 2003 auch
als CD-Rom erhältlich. Der Datenträger kostet Euro 70,00 gegen Rechnung und
ist erhältlich über folgende Adresse:
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Universität Zürich
Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie
Winterthurerstraße 260
CH-8057 Zürich, Schweiz
Fax: 0041-1-635 89 10
E-Mail: Susba@vetpharm.unizh.ch(Susba@vetpharm.unizh.ch)
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Broschüre: Bundesinstitut für gesundheitlichen
Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (bgvv): "Giftige Pflanzen im
Wohnbereich und in freier Natur". (1999) ISBN 3-931675-36-X. Erhältlich
für Euro 5,00 gegen Rechnung beim bgvv,
Thielallee 88 - 92
14195 Berlin
Tel.: 030 / 84 12 - 0
Fax: 030 / 84 12 - 49 70
Infos zum BGVV gibts auch übers Internet.
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Buch: S. Weileman u.a.: "Giftberatung
Pflanzen". 2. Aufl. Eschborn 2000, Preis: Euro 15.00
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Giftnotrufe:
* Informationszentrale gegen Vergiftungen der Universität Bonn
Tel.: 0228 / 192 40
Fax: 0228 / 287 33 14
Infos der Giftzentrale Bonngibt es auch über die Homepage.
* Giftnotruf der Universität Mainz:
Tel.: 06131 / 19240 oder 232466 (Infoline)
Auch die Giftinfo Mainz ist übers Internet erreichbar.
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